Der Ansatz Low Code verspricht eine Softwareentwicklung von neuen Anwendungen weitgehend ohne klassischen Programmcode. Auf diese Weise soll es für IT-Nutzer:innen immer einfacher werden, Aufgaben und Geschäftsprozesse selbst zu programmieren. Ob es wirklich so einfach ist und welche Konsequenzen und Möglichkeiten dies für die Entwicklung von Fachverfahren in der öffentlichen Verwaltung hat, erörtern wir bei re|Staat digital mit Anna Opaska.
Low-Code-Plattformen – von den Gestaltungsaspekten zu Auswahlkriterien
Die Bedeutung von Low-Code-Plattformen für die schnelle Umsetzung rechtlicher Normen in der öffentlichen Verwaltung wächst und erhöht die Organisationsanforderungen. Die Anwendung erfordert einen sorgfältigen Überblick über den Markt und die Einsatzmöglichkeiten. Dabei helfen soll eine vom ÖFIT durchgeführte Anbietererhebung.
Der Ansatz Low Code verspricht eine Softwareentwicklung von neuen Anwendungen weitgehend ohne klassischen Programmcode. So kann das „Zusammenklicken“ von Software-Bausteinen über eine grafische Oberfläche zumindest in Teilen die klassische textbasierte Programmierung und die dafür notwendigen Programmierkenntnisse ersetzen. Auf diese Weise wird es IT-Nutzer:innen immer einfacher gemacht, zumindest kleinere Aufgaben und Geschäftsvorgänge zu programmieren – im beruflichen Umfeld genauso wie im Privaten. Was bedeutet Programmieren in diesem Zusammenhang? Und welche Auswirkungen hat der verstärkte Einsatz von Low Code auf die Entwicklung und den Betrieb komplexer Softwaresysteme in Organisationen?
Low Code als Law Code – Von der Idee zum Verwaltungsakt
Prinzipien wie Once Only oder Fachverfahren, die antragslos übermittelt werden, sollen in der digitalisierten Verwaltung zukünftig nicht nur möglich, sondern verbreitet sein. Das alles ist mit alter Gesetzgebungstechnik nicht mehr gut umsetzbar. Es braucht also eine Möglichkeit, Gesetze schnell und nahtlos in durchgehend digitalisierte Fachverfahren übertragen zu können.