Dr. Mike Weber

Kurzvita

Mike Weber befasst sich mit gesellschaftspolitischen Dimensionen der Digitalisierung. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Trend- und Zukunftsforschung, der verwaltungswissenschaftlichen Innovationsforschung sowie der digitalen Transformation der Zivilgesellschaft. Das Wechselspiel aus gesellschaftlich-technologischen Entwicklungen, ihre Adaptation durch den öffentlichen Sektor und sich daraus ergebende gesellschaftliche Wirkungen betrachtet er gleichermaßen unter technologischen (z. B. Künstliche Intelligenz) wie gesellschaftlichen (z. B. Digitale Gemeinschaften) Blickwinkeln.

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Verwaltung x.0

Mit der politisch getriebenen Vision von der Industrie 4.0 scheint die Versionsnummer 4.0 Garant für öffentlich zugesprochene Modernität zu sein. Doch wie manifestiert sich 4.0 in der öffentlichen Verwaltung? Der Begriff Verwaltung 4.0 findet bereits bei der konsequenten Umsetzung von E-Government-Lösungen Anwendung. Ein weitergehendes Verständnis greift die Veränderungspotenziale durch intelligent vernetzte Objekte im Internet der Dinge und im Internet der Dienste für den öffentlichen Sektor auf.

14.05.2015

Trendthemen

Stupsen

Große politische Zielsetzungen erzielen nicht immer die gewünschte Wirkung, kleine Stupser (engl. »Nudges«) mitunter schon. Änderungen der Entscheidungssituation können Menschen auf sanfte Weise zu Gemeinwohlförderlichem Verhalten bringen. Verhaltensökonomische Modellierungen dienen der Identifikation der richtigen Anstöße. Große Datenmengen und ihre Analyse eröffnen dafür völlig neue Möglichkeiten, die für die effiziente und effektive Implementation politischer Maßnahmen genutzt werden sollen – bei vollständiger Entscheidungsfreiheit der Betroffenen.

27.12.2015

Trendthemen

ÖFIT-Illustration

Digitales Bürgerschaftliches Engagement

Fußballtrainer im Verein, einem älterem Menschen über die Straße helfen, bei OpenStreetMap Geoinformationen eintragen – alles freiwillig ausgeübte Tätigkeiten im Dienste des Gemeinwohls, die nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtet sind. Die Tätigkeitsfelder dieses für die Gesellschaft so enorm wichtigen Engagements entwickeln sich immer ein bisschen fort. In unserer digitalen Gesellschaft findet bürgerschaftliches Engagement immer häufiger auch digital statt oder wird digital unterstützt. Dieses White Paper beleuchtet daher die Bedeutung der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft für das bürgerschaftliche Engagement.

01.09.2014

Publikationen

Peripherie

Medial wird oftmals das Bild der digitalen Abgeschlagenheit ländlicher Gebiete verbreitet. Dabei bieten periphere Räume bei vorhandenem Breitbandzugang möglicherweise Vorzüge für die Bewältigung der Digitalisierung hinsichtlich Gestaltbarkeit, Flexibilität und sozialer Stabilität. Ein organischer Ansatz erscheint für periphere Regionen aussichtsreich, welcher lokale Gegebenheiten, Autonomiegrad und Selbstbestimmtheit in der Umsetzung digitaler Ziele vereint. Ob sich die Vorzüge auch »am Reißbrett« schaffen lassen, wie es etwa unter dem Begriff der Mikrogesellschaften diskutiert wird, darf bezweifelt werden.

01.09.2014

Trendthemen

3D-Drucker

Die eigenständige Erzeugung von Gegenständen durch automatisierte Verfahren eröffnet den Möglichkeitsraum für eine Vergemeinschaftung von Design, Prototyping und Produktion. Analog zur Open-Source-Bewegung kann bei zunehmender Verfügbarkeit der Geräte eine befruchtende Konkurrenz zur industriellen Herstellung samt neuartiger Logistikkonzepte entstehen.

27.12.2015

Trendthemen

Post Privacy

Wenn im Bewerbungsgespräch ganz selbstverständlich Details aus dem Profil in einem sozialen Netzwerk besprochen werden, dann deutet das auf den Anfang eines grundlegend neuen Umgangs mit persönlichen Daten hin. Müssen wir uns auf das Ende der Privatheit einstellen – oder sollten wir ihr Ende gezielt anstreben? Führt die Metamorphose der Privatheit zu neuen sozialen Normen?

27.12.2015

Trendthemen

Massenmedien

Die fundamentale Umwälzung der Massenmedien durch Digitalisierung hat an den wesentlichen Herausforderungen kaum etwas geändert: der einfache Zugang zu einer möglichst großen Angebotsvielfalt ist entscheidend. Inwieweit Massenmedien dabei ihre gesellschaftliche Bindewirkung bewahren können, hängt wesentlich von der Qualität ihrer Strukturierung und Aufarbeitung allgegenwärtiger Informationen ab.

27.12.2015

Trendthemen

Glokalisierung

Glokalisierung bezeichnet die Gleichzeitigkeit von weltweiter kultureller Konvergenz und Rückbesinnung auf lokale und regionale Besonderheiten. Während die Digitalisierung weltweiter Kommunikationsmedien ein Treiber der Globalisierung war und ist, erfordert Lokalität eine Form von räumlicher Präsenz. Ortsbezogene Dienste erlauben die Rückbindung konkreter Orte an eine virtuelle Welt. Ortsbezug zeigt sich zugleich in der technischen Basis des Digitalen, wenn etwa weltweite Dienste national oder regional angeboten werden.

05.07.2014

Trendthemen

Prosument

Mit der Industrialisierung geht eine Trennung von Produktion auf der einen und Reproduktion und Konsum auf der anderen Seite einher. Im Bild des Prosumenten werden diese getrennten Sphären unter Zuhilfenahme von IT neu verbunden. Aus zuvor passiven Konsumenten werden aktive Produzenten. Informationen und Elektrizität sowie Musik und Medien waren zunächst die vorrangigen Produktgruppen. Der dramatische Preisverfall für Produktionsmittel wie etwa 3D-Drucker birgt das Potenzial einer deutlichen Ausweitung des Phänomens.

02.07.2014

Trendthemen

ÖFIT-Illustration

Trendschau-2

Digitalisierung verschiebt Grenzen. Was gestern noch physische Anwesenheit erforderte, steht heute einem wachsenden Teil der Weltbevölkerung online zur Verfügung. IT macht so aus dem Leben von vielen ein öffentliches Leben. Öffentliche IT bietet Plattform und Formgebung für dieses von IT gestützte, öffentliche Leben.

01.07.2014

Publikationen