Trendschau

Mobile Money
Während immer wieder IKT-Unternehmen digitale Zahlungsverkehre als Geschäftsfeld entdecken und zu erschließen versuchen, ist Mobile Money in anderen Weltregionen bereits ein weithin akzeptierter Zahlungsweg. Insbesondere in Ostafrika hat sich der Transfer von elektronischem Geld mit dem Mobiltelefon als Ergänzung und Ersatz für Angebote klassischer Finanzinstitute etabliert. Die dort gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse gilt es, nutzbar zu machen und wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen abzuleiten. Was also lässt sich in Zeiten der Digitalisierung von Geschäftsmodellen bei den Finanzdienstleistungen von Ostafrika lernen?

Autonomes Fahren
Unzählige Assistenten unterstützen uns schon heute beim Autofahren und machen aus den Fahrzeugen rollende Rechenzentren. Die Assistenzsysteme bilden dabei nur eine Vorstufe auf dem Weg zum vollautonomen Fahren. Kleine, leistungsfähige und kostengünstige Minicomputer, Fortschritte in der Sensorik und Bewegtbildanalyse sowie der massive Ausbau mobiler Datennetze beflügeln die Entwicklung. Jenseits der technischen Aspekte bestimmen allerdings auch Haftungsfragen, gesellschaftliche Akzeptanz, geeignete Sharing-Modelle und – möglicherweise entgangener – Fahrspaß den Weg vom Fahrer zum Passagier im Auto.

Peripherie
Medial wird oftmals das Bild der digitalen Abgeschlagenheit ländlicher Gebiete verbreitet. Dabei bieten periphere Räume bei vorhandenem Breitbandzugang möglicherweise Vorzüge für die Bewältigung der Digitalisierung hinsichtlich Gestaltbarkeit, Flexibilität und sozialer Stabilität. Ein organischer Ansatz erscheint für periphere Regionen aussichtsreich, welcher lokale Gegebenheiten, Autonomiegrad und Selbstbestimmtheit in der Umsetzung digitaler Ziele vereint. Ob sich die Vorzüge auch »am Reißbrett« schaffen lassen, wie es etwa unter dem Begriff der Mikrogesellschaften diskutiert wird, darf bezweifelt werden.

Cloud Computing
Immer mehr Daten und Anwendungen wandern vom eigenen Endgerät und von betrieblichen Rechenzentren »in die Wolke«. Professionelle, industrialisierte Speicherung, Verarbeitung und Übertragung sollen Skaleneffekte heben. Hierdurch werden neue Anwendungen möglich, es lassen sich Investitionskosten senken und es ergeben sich neue Möglichkeiten für Qualität und Sicherheit von Diensten und Infrastruktur. Die inkrementellen technischen Neuerungen erlauben also radikale Änderungen der Geschäftsmodelle, die Vorteile versprechen, aber auch neue Risiken mit sich bringen.

Selbstorganisation
Selbstorganisation ist eine treibende Kraft zum Aufbau und zur Kontrolle von komplexen technischen oder gesellschaftlichen Systemen. Ein grundlegendes Verständnis der wesentlichen Mechanismen von Selbstorganisation eröffnet neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Technik und minimiert die Risiken ihres Einsatzes.

Drohne
Als Drohne wird heute ein ferngesteuertes, mit Sensoren ausgerüstetes Fluggerät bezeichnet, das mehr oder weniger autonom operierend einem bestimmten Einsatzzweck dient. Drohnen erlauben im Vergleich zu bemannten Flugzeugen vollkommen neue Einsatzgebiete durch die Optimierung von Eigenschaften wie Größe und Reichweite und durch Einsatzmöglichkeiten in Gefahrengebieten. Die Verwendung von Drohnen wirft grundlegende Fragen auf, die bei autonom agierenden, aktiv eingreifenden Drohnen besonders augenscheinlich werden: Was können und was dürfen Algorithmen selbstständig entscheiden? Agiert ein weit entfernt operierender Pilot anders als ein im Flugzeug selbst befindlicher? Wie lässt sich Fehlfunktionen und Missbrauch begegnen und wie sehen Haftungslösungen dann aus?

Industrie 4.0
Industrie 4.0 ist die deutsche Begrifflichkeit für die Vision einer hochmodernen Produktionsweise, bei der flexibel individualisierbare Massenprodukte gefertigt werden können. Dabei steuern Produkte von morgen ihre Produktion selbst. Die Vernetzung von Komponenten, Maschinen und Menschen soll die Stärken der Beteiligten optimal zum Einsatz kommen lassen.

Glokalisierung
Glokalisierung bezeichnet die Gleichzeitigkeit von weltweiter kultureller Konvergenz und Rückbesinnung auf lokale und regionale Besonderheiten. Während die Digitalisierung weltweiter Kommunikationsmedien ein Treiber der Globalisierung war und ist, erfordert Lokalität eine Form von räumlicher Präsenz. Ortsbezogene Dienste erlauben die Rückbindung konkreter Orte an eine virtuelle Welt. Ortsbezug zeigt sich zugleich in der technischen Basis des Digitalen, wenn etwa weltweite Dienste national oder regional angeboten werden.

Digitale Mobilität
Informationstechnik wird mobil, erleichtert Mobilität und verändert diese durch Allgegenwärtigkeit. Trends wie mobile Endgeräte und deren Nutzung in jeder Lebenslage, ob beruflich oder privat, zeigen die Entwicklung auf. Digitale Mobilität befriedigt das Grundbedürfnis des Menschen nach Mobilität und sozialen Kontakten, stellt aber auch hohe Anforderungen an die technische Infrastruktur und den Schutz der Privatsphäre.

Kryptowährung
In den vergangenen Jahren hat sich eine Vielzahl virtueller Währungen zunächst mit der Zielsetzung entwickelt, einfaches Bezahlen online zu ermöglichen. Aber auch Ingame-Währungen als geldwerte Tauschmittel in Spielen sind entstanden. Für Kryptowährungen, bei denen der Prozess der Geldschöpfung und der Zahlungsverkehr auf kryptographischen Algorithmen beruhen, lässt sich inzwischen ein Prozess der Etablierung beobachten. Kryptowährungen kommen ohne zentrale Ausgabestelle aus. Nicht Zentralbanken, sondern Algorithmen und deren Anwendung bestimmen die verfügbare Geldmenge. Große Kursschwankungen zu gesetzlichen Zahlungsmitteln laden dabei zu Spekulationen ein. Die hohe Volatilität zeigt sich etwa bei Bitcoins als bekanntestem Vertreter.