Digitale Kompetenzen

Die Ergebnisse im Einzelnen

Digitale Kompetenzen stärken – Zukunft gestalten

Digitale Kompetenzen sind der Schlüssel, um sich selbstbestimmt in der digitalen Welt bewegen und die vielfältigen Möglichkeiten neuer Technologien nutzen zu können. Obwohl Digitalkompetenzen in der Bevölkerung zunehmen , sind diese in vielen Bereichen noch nicht selbstverständlich. Digitale Spaltungen sind weiterhin eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen, die verhindern, dass die Chancen der Digitalisierung allen zugute kommen können. Umso mehr bleibt die lebensbegleitende Förderung digitaler Kompetenzen eine zentrale bildungspolitische Aufgabe.

Offenheit für Neues ist wichtig

Zwei von drei Befragten können sich gut auf neue digitale Technologie einlassen. Unter denjenigen, die generell Neuem gegenüber aufgeschlossen sind, sind es schon vier von fünf Befragten. Eine generelle Offenheit für Neues befördert also auch Offenheit für digitale Technologien. Dies ist wichtig, weil das Wollen auch das Können beeinflusst.

Ältere Befragte trauen sich geringere Kompetenz zu

Befragt nach der Nutzung digitaler Anwendungen schätzt eine überwiegende Mehrheit ihre Kompetenzen bei Standardanwendungen wie der Installation von Apps auf Mobiltelefonen zumindest als ausreichend ein. Das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten sinkt allerdings mit steigendem Alter. Die Schere zwischen den Generationen ist sowohl bei einfachen und als auch bei komplexen Internetanwendungen zu beobachten. Eine Ausnahme sind Programmierkenntnisse, über die weiterhin nur eine auffallende Minderheit der Befragten verfügt – und das unabhängig vom Alter. Mit Blick auf den Selbstdatenschutz sinkt das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, wenn es um konkrete Praktiken geht. Diese sind jedoch unabdingbar für mehr digitale Selbstbestimmung. Digitale Bildungsangebote sollten daher neben der Computer- und Internetanwendung auch den Selbstdatenschutz adressieren.

Persönliche Netzwerke stellen unentgeltliche Hilfe bereit

In einer Zeit, in der sich digitale Technologien rasant verändern, muss Hilfe nicht teuer sein. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung kann auf unentgeltliche Hilfe bei Fragen zu digitalen Anwendungen zurückgreifen. Insbesondere persönliche Netzwerke aus dem Freundeskreis und der Familie unterstützen hier. Immerhin knapp jeder Zehnte gibt an, keine Unterstützung zu haben. Für diese Gruppe könnte der Kontakt zu kostenfreien Beratungsangeboten von Initiativen und Vereinen ein Hilfsangebot darstellen. Derartige Angebote werden bislang noch sehr wenig wahrgenommen. Persönliche Netzwerke sind hierbei ideale Multiplikatoren, um Informationen über Beratungsangebote weiterzutragen.

Aus diesen Diagnosen ergibt sich schließlich unser ganz persönlicher Wunschzettel für den Ausbau von digitalen Kompetenzen für das Jahr 2019. Vielleicht ist ja auch die eine oder andere Anregung für Ihre Neujahrsvorsätze dabei.

Ihr Kompetenzzentrum Öffentliche IT wünscht frohe Festtage!

Wir geben in unregelmäßigen Abständen repräsentative Bevölkerungsumfragen zu aktuellen gesellschaftsrelevanten digitalen Themenfeldern in Auftrag. Hier finden Sie die Auswertungen und Ergebnisse dazu.

Die Ergebnisse und Grafiken stehen unter cc-by Lizenz. Sie können sie unter Nennung der Quelle nutzen und weiterverbreiten.

Weitere Auswertungen und Ergebnisse werden in den kommenden Wochen an dieser Stelle sowie auf Twitter @OeffentlicheIT sukzessive veröffentlicht.

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