Privatheit

Die Ergebnisse im Einzelnen

Wie gut schützen die Bürger:innen ihre Daten?

Im digitalen Raum hinterlassen wir schnell Datenspuren, die von Dritten beobachtet und gesammelt werden können. Selbstdatenschutz ist eine Möglichkeit, die eigene Privatsphäre vor solchen Eingriffen zu schützen. Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zeigt den Stand von Verletzungen und Schutzmaßnahmen.

Verletzungen der Privatsphäre sind weit verbreitet

Die überwiegende Mehrzahl der Befragten hat bereits Erfahrungen mit Verletzungen der Privatsphäre im digitalen Raum gemacht: auf Plattformen, bei Onlinetransaktionen oder sogar durch Identitätsdiebstahl. Unerwünschte Spam E-Mails erhält fast jede:r Internetnutzer:in. Wie aber sieht es mit Schutzmaßnahmen aus?

Jede:r kann sich schützen

Wenn immer mehr soziale Aktivitäten und Transaktionen digital stattfinden, ist jede:r Einzelne aufgefordert, sich mit der unerlaubten Weitergabe personenbezogener Daten und dem Risiko des Datenmissbrauchs auseinanderzusetzen. Datensparsamkeit, Anonymisierung und Verschlüsselung sind die Grundprinzipien des Selbstdatenschutzes. Hierfür ist es in der Regel notwendig, Voreinstellungen von Geräten und Anwendungen zu modifizieren oder getrennte Anwendungen für unterschiedliche Zwecke zu nutzen. Ohne solche Maßnahmen bleibt nur der Weg, auf bedenkliche Dienste zu verzichten.

Realistische Selbsteinschätzung: Schutzmaßnahmen werden wenig genutzt

Die Deutschen geben sich selbst nur mittlere Schulnoten im Selbstdatenschutz: sechs von zehn bewerten ihre eigenen Vorkehrungen als befriedigend oder ausreichend. Diese Selbsteinschätzung korrespondiert mit der Anwendung von Maßnahmen. Je besser die Schulnote ausfällt, desto mehr Maßnahmen werden ergriffen. Eine Ausnahme sind Ortungsdienste, die von allen gleichermaßen eingeschränkt werden. Der Verzicht auf Dienste wird mit schlechteren Schulnoten sogar bedeutsamer. Andere Selbstschutzmaßnahmen werden nach wie vor nur von einer Minderheit umgesetzt.

Hauptursache sind mangelnde Kenntnisse

Für die geringe Nutzung von Maßnahmen zum Selbstdatenschutz gibt es eine Reihe verschiedener Erklärungen. Am häufigsten werden, insbesondere von Frauen, fehlende Kenntnisse genannt. Selbst für einen besseren Selbstdatenschutz zu sorgen, liegt den meisten dennoch fern: Lediglich zwei Prozent wissen nicht, wie sie sich informieren können.

Wir geben in unregelmäßigen Abständen repräsentative Bevölkerungsumfragen zu aktuellen gesellschaftsrelevanten digitalen Themenfeldern in Auftrag. Hier finden Sie die Auswertungen und Ergebnisse dazu.

Die Ergebnisse und Grafiken stehen unter cc-by Lizenz. Sie können sie unter Nennung der Quelle nutzen und weiterverbreiten.

Weitere Auswertungen und Ergebnisse werden in den kommenden Wochen an dieser Stelle sowie auf Twitter @OeffentlicheIT sukzessive veröffentlicht.

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