Jens Tiemann
Kurzvita
Jens Tiemann arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) an den technischen Grundlagen der Digitalisierung. Schwerpunkte seiner Arbeit liegen im Bereich Internet und Vernetzung sowie neue Technologien. Ausgehend von einer technischen Perspektive widmet er sich auch der Technikethik und -gestaltung. Jens Tiemann hat Elektrotechnik an der TU Berlin studiert.
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Deutschland Index der Digitalisierung
Mit dem Deutschland-Index der Digitalisierung zeichnen wir das komplexe Bild der Digitalisierung mit einer Handvoll einfacher Kennzahlen. Doch was ist überhaupt diese Digitalisierung? Wie wirkt sie sich konkret aus? Haben Sie schoneinmal versucht, auf der Busfahrt von Berlin nach Hamburg mobil im Netz zu surfen? Oder im ländlichen Westfalen einen Film zu streamen? Schnell stellen Sie fest, dass es mit der Rundum-Digitalisierung aller Lebensbereiche dann doch nicht so weit her ist.

Zukunft des Internets und der Verwaltungsvernetzung
Bei zahlreichen Anwendungen verschwimmt die Grenze zwischen lokalemComputer und Kommunikation immer mehr. Wissen wir noch,wo die Route unseres Navigationssystems berechnet wird – imFahrzeug oder irgendwo im Internet ? Fest steht, dass Vernetzung inzwischen unverzichtbar ist unddas Internet die wesentliche Basisinfrastruktur darstellt, die sichentsprechend den steigenden Anforderungen weiterentwickelnmuss. Worauf muss sich dabei die öffentliche Verwaltung –ähnlich wie jedes Unternehmen mit mehreren vernetztenStandorten – bei ihren Infrastrukturen einstellen?

Digitalisierung des Öffentlichen
Die Digitalisierung unserer Gesellschaft findet überall statt. Konzepte und Entwicklungen wie Smart City, Big Data, das Internet der Dinge oder auch autonomes Fahren, Drohnen und Cloud Computing werden öffentlich diskutiert. Wie aber hängen diese Entwicklungen zusammen? Auf welchen Grundlagen basieren sie? Welche technisch-gesellschaftlichen Fragen werfen sie auf und auf welche Weise beeinflussen und wandeln sie unsere Gesellschaft? Diese Publikation fasst die Studien des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT) der letzten Jahre zusammen, strukturiert dazugehörige Themen und zeigt das vielseitige Spektrum der Veränderungen, Herausforderungen und Entwicklungen durch die Digitalisierung anhand verschiedener Beispiele auf.

5G
Technikexperten und Politiker sprechen unter dem Schlagwort 5G von einer kommenden Mobilfunkgeneration, die die Digitalisierung der Gesellschaft auf eine neue Stufe heben wird. So soll 5G etwa Industrie-Roboter miteinander vernetzen und mobilen Anwendungen der erweiterten Realität zum Durchbruch verhelfen. Für solche Anwendungen braucht es hohe Bandbreiten, eine Übertragung in Echtzeit und die Vernetzung einer großen Anzahl an smarten Dingen - alles natürlich drahtlos und sicher. All dies soll 5G bieten. Was bedeutet diese Vision technisch und politisch?

Denkende Maschinen
Künstliche Intelligenz polarisiert wie kaum ein anderes Thema der Digitalisierung. Seit Jahrzehnten sollen »schon bald« nur schwer durchschaubare Maschinen den Menschen in seiner bislang exklusiven Domäne des problemlösenden Denkens übertrumpfen. Kinofilme nutzen diesen Angriff auf das menschliche Selbstverständnis ebenso für spektakuläre Darstellungen wie Feuilletons für philosophische und kulturkritische Betrachtungen. Seit einiger Zeit gewinnt das Thema durch konkrete Anwendungen neuen Schwung. Mit welchen Mechanismen und Auswirkungen werden wir in Zukunft tatsächlich konfrontiert? Verstricken wir uns in einem unkontrollierbaren Geflecht von Informationen mit unabsehbaren Folgen? »Alexa, Siri, Google – was meint ihr?«

Vernetzung als Infrastruktur - Ein Internet-Modell
Bei gesellschaftlichen und politischen Kontroversen rund um das Internet ist es vorteilhaft zu wissen, wie das Internet als Kommunikationssystem aufgebaut ist und an welchen Stellen technisch sinnvolle Gestaltungsmöglichkeiten für ein offenes, leistungsfähiges und sicheres Internet bestehen. In unserem White Paper präsentieren wir ein strukturiertes Internet-Modell zur Unterstützung lösungsorientierter Diskussionen netzpolitischer Fragen und zur Verortung von Handlungsfeldern. Das technisch orientierte Modell basiert auf dem Schichtenmodell für Kommunikationsprotokolle und auf den Netzzonen des Internets. Gerade weil dieses Modell nicht die gesamte technische Komplexität von Netzen widerspiegelt, erlaubt es einen erleichterten Zugang zu einem grundsätzlichen Verständnis für die technischen Dimensionen des Internets.

ÖFIT-Tätigkeitsbericht
Die wachsende Komplexität beim Einsatz von IT erfordert dieFähigkeit zur pragmatischen und unabhängigen Beurteilungtechnischer Fragen. Seit der Gründung im März 2013 agiert ÖFIT als Ansprechpartner für politische Entscheidungsträger und als Denkfabrik zu Fragen öffentlicher IT. Diese Broschüre gibt eine Übersichtüber die Arbeiten der ersten Phase bis zum April 2015. Und dasist erst der Anfang.

Safety und Security aus dem Blickwinkel der öffentlichen IT
Im Kontext von Infrastrukturen steht der Begriff Sicherheit für den Schutz vor Angriffen von außen (Security), aber auch für das sichere Funktionieren komplexer Strukturen (Safety). Durch die anhaltende Durchdringung unserer Gesellschaft mit Informationstechnologie verschwimmt jedoch die Grenze zwischen Safety und Security zusehends. Für zukünftige Sicherheitsüberlegungen im Bereich der öffentlichen IT spielt daher die gesamtheitliche Betrachtung beider Sicherheits-Aspekte eine zentrale Rolle. Das White Paper widmet sich der Vielschichtigkeit des Themas Sicherheit und zeigt die dazugehörigen Handlungsfelder und Forschungsfragen auf.

Vorhersagende Polizeiarbeit
Datensammlungen, Verbrechenskartierung und viel Erfahrung prägen seit langem die Polizeiarbeit. Eine softwaregestützte Datenauswertung zur Kriminalitätsprävention fügt sich in diese Reihe. Die Verknüpfung aktueller Daten kann ein kleinräumiges, detailliertes Lagebild ergeben, das Wahrscheinlichkeitsschätzungen für einzelne Formen von Kriminalität ermöglicht und damit zum effektiven Einsatz von Polizeikräften beiträgt. Wichtig ist dabei eine Fremd- und Selbstbeschränkung in der Datenauswertung, deren gesellschaftliche Akzeptanz stets neu diskutiert oder möglicherweise wiederhergestellt werden muss.

Mensch-Maschine-Interaktion
Je komplexer und personenbezogener eine maschinelle Unterstützung ausfällt, desto wichtiger wird die zielführende Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Dazu können diese Maschinen direkt gesteuert werden oder sie erfassen automatisch Situationen und menschliche Bedürfnisse. Digitale Assistenzsysteme oder eingebettete Systeme lassen sich durch neue Schnittstellen oder Sensoren intuitiv nutzen und ermöglichen so den Zugang zu neuen Technologien. Wie in jeder Kommunikationsbeziehung besteht die Gefahr von Missverständnissen oder der Überforderung des Kommunikationspartners – sei es der Mensch oder die Maschine.