Jens Tiemann
Kurzvita
Jens Tiemann arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) an den technischen Grundlagen der Digitalisierung. Schwerpunkte seiner Arbeit liegen im Bereich Internet und Vernetzung sowie neue Technologien. Ausgehend von einer technischen Perspektive widmet er sich auch der Technikethik und -gestaltung. Jens Tiemann hat Elektrotechnik an der TU Berlin studiert.
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Deutschland-Index der Digitalisierung 2021
Spielen mehr Berliner:innen oder mehr Hamburger:innen Online-Spiele? Wie gut ist die Infrastruktur, die sie dabei nutzen können? Ist die Verwaltung in Rheinland-Pfalz oder in Mecklenburg-Vorpommern digitaler aufgestellt? Zum dritten Mal beleuchtet der Deutschland-Index den Stand und die Entwicklung der Digitalisierung. Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung von Staat und Verwaltung insbesondere auf der OZG-Umsetzung auf kommunaler Ebene. Dazu wurden Sekundärstatistiken ausgewertet, eine regional repräsentative Bevölkerungsbefragung durchgeführt und gut 300 ausgewählte kommunale Webportale untersucht. Dabei zeigt sich, dass eine deutlich gestiegene Nachfrage nach digitalen Verwaltungsleistungen auf ein nur langsam zunehmendes Angebot auf den kommunalen Webportalen trifft. Wie lässt sich dem ambitionierten OZG-Ziel nahekommen und welche anderen Handlungsnotwendigkeiten ergeben sich für die digitale Zukunft Deutschlands nicht zuletzt aus der Corona-Erfahrung?

Corona-Warn-App-Detektor
Und jetzt mal etwas ganz Praktisches aus unserer Werkstatt: Wir zeigen euch, wie ihr einen Detektor bauen könnt, der die Anzahl aktiver Corona-Warn-Apps (CWA) in der Umgebung anzeigt. So seht ihr, wie verbreitet die CWA ist. Interessierten ermöglichen wir damit eine praktische Auseinandersetzung mit viel diskutierter Technik sowie eine bessere Einschätzung der Wirkungsweise und Einsatzfolgen digitaler Alltagsbegleiter.

Low Code
Der Ansatz Low Code verspricht eine Softwareentwicklung von neuen Anwendungen weitgehend ohne klassischen Programmcode. So kann das „Zusammenklicken“ von Software-Bausteinen über eine grafische Oberfläche zumindest in Teilen die klassische textbasierte Programmierung und die dafür notwendigen Programmierkenntnisse ersetzen. Auf diese Weise wird es IT-Nutzer:innen immer einfacher gemacht, zumindest kleinere Aufgaben und Geschäftsvorgänge zu programmieren – im beruflichen Umfeld genauso wie im Privaten. Was bedeutet Programmieren in diesem Zusammenhang? Und welche Auswirkungen hat der verstärkte Einsatz von Low Code auf die Entwicklung und den Betrieb komplexer Softwaresysteme in Organisationen?

Gesellschaftliche Technikgestaltung - Orientierung durch eine Metaperspektive auf Schlüsselelemente
Technik weckt seit jeher Erwartungen in Bezug auf die Lösung bestehender Probleme. Die Gestaltung digitaler Technik sollte allerdings nicht nur Techniker:innen und Wirtschaftsunternehmen überlassen werden. Erst durch eine breite Beteiligung von Nutzer:innen und Betroffenen werden heterogene und sich wandelnde gesellschaftliche Anforderungen ausreichend berücksichtigt. In diesem White Paper wird ein leicht zugängliches Modell zum Einstieg in gesellschaftliche Technikgestaltung vorgestellt, das aus einer Vogelperspektive auf vier zentrale Aspekte blickt: die Klärung der Gestaltungsaufgabe, die Erfassung der Akteur:innen und ihrer Interessen, die Identifizierung von Anforderungen an Technik und die Suche nach Lösungen. Für die Konkretisierung des Technikgestaltungsprozesses kann anschließend auf bewährte Instrumente zurückgegriffen werden.

Wie Funktioniert das Internet - Folge 5
Das Internet ist aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Selbstverständlich nutzen wir Apps, Suchmaschinen und Internetseiten. In der Regel ohne zu wissen, was im Hintergrund genau passiert. Dabei trägt das Internet seine Kernfunktion eigentlich schon im Namen. Was das genau bedeutet, wie es funktioniert, erklärt Jens Tiemann.

Die Corona-Warn-App – vom Kulturwandel hin zu einer gesellschaftlichen Technikgestaltung
Am 16. Juni 2020 ist die deutsche Corona-Warn-App der Öffentlichkeit vorgestellt worden und ist seitdem zum Download verfügbar. Da es dabei um den Umgang mit äußerst sensiblen Daten geht, wurde um die Funktionsweise und Ausgestaltung der App lange gerungen. Kennzeichnend für diesen Prozess war, dass der Veröffentlichung eine breite öffentliche Debatte vorausgegangen war, die möglicherweise einen neuen Standard der gesellschaftlichen Technikgestaltung setzen wird.

Safety, Security und Privacy im Internet der Dinge
Die Kernidee des Internets der Dinge ist die Verknüpfung von »Dingen« der physischen Welt mit digitalen Systemen. Obwohl man vom »Internet der Dinge« (»Internet of Things«, »IoT«) spricht, sind nicht alle diese »Dinge« aus einer technischen Sicht Teil des Internets und manche sind nicht einmal direkt vernetzt. Insbesondere aus der Verknüpfung zwischen digitalen Prozessen und physischer Umwelt wie auch aus der komplexen und dynamischen Vernetzung der Systeme untereinander ergeben sich – nicht immer sofort erkennbare – Herausforderungen für Angriffs- und Betriebssicherheit und für die Privatsphäre betroffener Menschen.

Deutschland-Index regional - Ländersteckbriefe
Der Deutschland-Index der Digitalisierung 2019 untersucht Stand und Entwicklung der Digitalisierung auf Länderebene: Wo gibt es die meisten Glasfaseranschlüsse? Wie hat sich das digitale Verwaltungsangebot entwickelt? In welchem Land entscheiden sich Studienanfänger:innen am häufigsten für Informatik und wo kaufen die meisten Menschen online ein? Aus den Ergebnissen haben wir die Highlights aus den Bereichen Infrastruktur, digitales Leben, Bürgerservices, digitale Kommune und Digitalwirtschaft und -forschung für jedes Land einzeln aufbereitet und geben praktische Handlungsempfehlungen. In welchen Bereichen punktet Ihr Land, in welchen gibt es noch Steigerungspotenziale? Finden Sie es heraus!

Der Staat auf dem Weg zur Plattform
Zentrale gesellschaftliche Prozesse laufen auf Infrastrukturen, die durch digitale Plattformen bereitgestellt werden. Plattformen üben in diesem Zuge Ordnungsfunktionen für die Gesellschaft aus. Sie übernehmen in immer mehr Bereichen ähnliche Aufgaben wie Staaten und klassische (öffentliche) Institutionen, die sich hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Funktion zunehmend in Konkurrenz zu Plattformen befinden. Der Verlust an staatlicher Gestaltungsmacht wurde bisher im Wesentlichen mit Regulierungsbemühungen beantwortet. Der proaktiven staatlichen Nutzung von Plattformprinzipien wurde bisher kaum Beachtung geschenkt. In dem Papier gehen wir der Frage nach, wie der Staat die durch Plattformen geschaffenen Organisationspotenziale für die Gemeinwohlsicherung und die Bereitstellung öffentlicher Güter und Dienstleistungen nutzen kann.

Innovationsfelder Öffentlicher IT 2019/2020
Was sind die wesentlichen Innovationsfelder der öffentlichen IT? Was sind die wichtigsten Entwicklungen, welche Anwendungsmöglichkeiten existieren und welche Auswirkungen sind zu erwarten? Wir haben in einer Datenanalyse von fast zwei Millionen wissenschaftlichen Publikationen fünf wesentliche Innovationsfelder identifiziert. Neben einer ausführlichen Betrachtung der aktuellen Innovationsfelder werfen wir auch einen kurzen Blick zurück und geben Empfehlungen zur zukünftigen Gestaltung der durch die Innovationsfelder angestoßenen Entwicklungen.